Rayman Raving Rabbids
| Herausgeber: | Ubisoft |
| Entwickler: | Ubisoft |
| Genre: | Action |
| Multiplayer: | Nein |
| empf. Alter: | |
| Plattformen: | Xbox PC PS2 GC DS Xbox360 PS3 Wii |
Ein typisches neues Rayman-Abenteuer ist Rayman Raving Rabbids leider nicht. Statt in typischer Jump´n´Run-Manier durch liebevolle Umgebungen zu hüpfen, kämpft man im neuen Spiel von Ubisoft in über 70 Minispielen um Rayman´s Freiheit. Ob das Spiel auf der Playstation2 trotzdem überzeugt, klärt der Test.
Der arm- und beinlose Rayman wird bei einem idyllischen Picknick im Wald plötzlich von einer Horde verrückter Hasen gefangen genommen und in eine dunkle Zelle gesperrt. Einmal pro Tag hat er quasi Ausgang, dann muss er nämlich in einer Art Arena in diversen Disziplinen als Sieger vom Platz gehen. Gelingt ihm das, erhält er am Ende eines Tages einen Klostampfer, der ihn etwas näher an seine schon geplante Flucht bringt. So verrückt die Story klingt ist sie auch, wirklich wichtig ist die Geschichte aber eigentlich nicht, vielmehr versucht sie der Minispielsammlung zumindest etwas Sinn zu geben.
Insgesamt besteht Rayman Raving Rabbids aus knapp über 70 verschiedenen Minispielen, die mal mehr oder weniger gehaltvoll sind. Sofort am ersten Tag muss man beispielsweise einen Kuhweitwurf ausführen. Dafür muss Rayman zuerst genügend Schwung aufnehmen und dann im richtigen Moment die Taste loslassen, schon fliegt die Kuh in die Höhe. Bereits diese Disziplin zeigt das große Problem des gesamten Spieles. Viele der Minispiele sind absolut anspruchslos und in weniger als 15 Sekunden erledigt, der Wiederspielwert liegt praktisch bei Null. Dabei ist der Kuhweitwurf noch eine der besseren Disziplinen, in einem anderen Spiel soll man beispielsweise Essensgerichte nachmalen, was irgendwie kaum gelingen mag.
Hochs und Tiefs wechseln sich bei den 70 Spielen somit ständig ab. Zu den besten Minispielen der Sammlung gehören unzweifelhaft Rayman´s Gesangsauftritte. Wie in einem Musikspiel muss man zwei Tasten im richtigen Moment drücken und dabei auf den Rhythmus achten. Später werden die Songs und deren Tempo sogar richtig anspruchsvoll, verdrückt man sich zu häufig wird, Rayman wie bei der Superstar-Suche von der Bühne gepfiffen.
Pro Tag stehen vier verschiedenen Disziplinen zur Auswahl, von denen Rayman drei erfolgreich zu meistern hat. Nur dann öffnet sich in der Arena das große Tor zum Tagesendkampf. Dieser besteht meistens aus kleinen Shooterabschnitten. Allerdings steuert man den sympathischen Helden nicht selbst durch die Landschaft, das übernimmt das Programm selber. Man selbst kümmert sich nur um das Schießen mit den Klostampfern. Allerlei böse Hasen müssen innerhalb des Levels abgeschossen werden, spielerisch erinnert das Ganze an eine 3D-Moorhuhnvariante, dementsprechend fällt auch die Spieltiefe aus. Dennoch machen die Shooterpassagen zumindest kurzweilig Spaß, da zum einen das Spieltempo stimmt und der Humor auch nicht zu kurz kommt. Die Angriffsanimationen der Hasen sind einfach zuckersüß. Langzeitmotivation kommt aber trotzdem nicht auf, dafür spielen sich die Abschnitte zu ähnlich und sind zu anspruchslos.
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